4 CBD-Mythen die nur Schall und Rauch sind

Mit der Legalisierung von Marihuana durch die einzelnen Bundesstaaten und der Eröffnung von Marihuana-Läden im ganzen Land war Cannabis noch nie so populär wie heute. Aber Fehlinformationen umgeben die Wissenschaft von Cannabis wie Rauchschwaden.

Cannabidiol, oder CBD, ist eine der bekannteren Cannabisverbindungen – insbesondere ist es dafür bekannt, dass es nicht berauschend wirkt, im Gegensatz zu THC, das einen „Rausch“ hervorruft. Als das Landwirtschaftsgesetz von 2016 Hanf landesweit legalisierte, wurde CBD (das aus Hanf gewonnen werden kann) schnell zum meistverkauften Cannabinoid an Tankstellen und in Wellness-Shops gleichermaßen.

Wir wissen allerdings noch nicht viel über CBD. Die Forschung kommt nur langsam voran. In Anbetracht der gesetzlichen Beschränkungen für die Erforschung von Cannabis in den letzten Jahrzehnten hat die Wissenschaft noch nicht aufgeholt und lässt Raum für falsche Behauptungen.

Ob es nun die undurchsichtige Rechtslage oder die zweifelhaften Behauptungen über CBD sind, man kann sich leicht im Unkraut verirren. Im Folgenden erfahren Sie, was Sie über einige verbreitete Mythen wissen sollten:

Cannabiskonsum wird Sie wahrscheinlich nicht vor COVID-19 schützen, trotz des Hypes um eine aktuelle Studie
Zwei aktuelle Studien haben das Interesse an Cannabis geweckt, da es den Anschein hatte, dass die Inhaltsstoffe der Pflanze eine Infektion mit COVID-19 verhindern könnten.

Es gibt jedoch keine Untersuchungen darüber, wie dies beim Menschen funktionieren könnte. In beiden Studien wurden COVID-Infektionen in Laborumgebungen simuliert: Eine Studie ergab, dass einige Cannabismoleküle an das Spike-Protein des Virus binden und es davon abhalten, in einer Laborkultur in menschliche Zellen einzudringen; in der anderen Studie wurde die Infektion in menschlichen Lungenzellen sowie in lebenden Mäusen simuliert.

Obwohl CBD das Virus anscheinend an der Vermehrung hindert und so eine schwere COVID-19-Infektion bei Mäusen verhindert, bedeutet das nicht, dass es beim Menschen die gleiche Wirkung hat.

„Nach allem, was wir wissen, müsste man 50 Pfund CBD essen, damit es wirkt – wir haben keine Ahnung, ob es als Medizin funktioniert“, sagte Peter Grinspoon, ein Arzt und Cannabis-Spezialist, der an keiner der beiden Studien beteiligt war, gegenüber Insider.

CBD ist kein Allheilmittel

Die CBD-Industrie ist bereits voll von Fehlinformationen, und die jüngsten Ergebnisse im Zusammenhang mit COVID-19 sind nicht gerade hilfreich.

Die Behauptungen über die Vorteile von CBD übertreffen die Studien bei weitem, zum Teil weil die US-Regierung bis 2019 ein Patent auf nicht psychoaktive Cannabinoide besitzt, sagte Heather Mainus, Gründerin des Cannabis Nurses Network, gegenüber Insider. Das bedeutet, dass die Bundesbehörden das therapeutische Potenzial von Cannabinoiden anerkennen, aber bis vor kurzem konnte niemand sonst ihre möglichen entzündungshemmenden, antioxidativen oder neuroprotektiven Wirkungen erforschen.

Die einzige CBD-Behandlung, die derzeit von der US Food and Drug Administration zugelassen ist, ist Epidiolex, eine orale Lösung für seltene Anfallsleiden. Es gibt auch erste Hinweise darauf, dass CBD bei Angstzuständen und Suchtverhalten helfen kann, aber die meisten der bisherigen Studien wurden an Tieren oder an kleinen Stichproben von Menschen durchgeführt.

In Kombination mit seiner psychoaktiven Schwester THC hat CBD auch das Potenzial, chronische Schmerzen bei Menschen mit Multipler Sklerose und Krebs im Endstadium zu lindern – aber auch hier muss noch mehr geforscht werden, um die richtige Dosierung zu bestimmen und sichere Praktiken zu etablieren.

Quelle: Malantis.de

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